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Ortsübliche Miete

 

Bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung kommt es gelegentlich vor, dass die Miete nicht der ortsüblichen Miete entspricht. Dafür gibt es unterschiedliche Gründe. Vielfach liegt der Grund darin, dass an Familienangehörige vermietet wird. Solange die vereinnahmte Miete mindestens 66 % der ortsüblichen Miete erreicht, können sämtliche mit dem vermieteten Objekt verbundenen Kosten geltend gemacht werden. Liegt die Miete darunter, können die Kosten nur anteilig geltend gemacht werden.

Strittig ist oftmals, wie hoch die ortsübliche Miete ist.

In einem Urteil vom Mai 2016 hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass unter ortsüblicher Miete für Wohnungen, die Miete zu verstehen ist, die für Wohnungen vergleichbarer Art, Lage und Ausstattung als Bruttomiete anzusetzen wäre. Bruttomiete bedeutet Kaltmiete zuzüglich der nach der Betriebskostenverordnung umlagefähigen Kosten.

Vielfach beziehen sich die Finanzämter jedoch nur auf die Nettokaltmiete. Dies führt zu einem möglicherweise falschen Ergebnis. Sollte die Finanzverwaltung bei Ihnen die Kosten für Ihr Vermietobjekt kürzen wollen, so überprüfen Sie bitte genau, aufgrund welches Mietansatzes dies erfolgt.

 

Berlin, 3. April 2017

 

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