Veräußerungsgewinn bei Verkauf einer selbst genutzten Wohnung


Viele von Ihnen kennen die Zehnjahresgrenze für den Verkauf von Immobilien, um die daraus entstehenden Wertzuwächse steuerfrei vereinnahmen zu können. Abweichend von den zehn Jahren gibt es eine Ausnahmevorschrift im § 23 Einkommensteuergesetz, wonach die Veräußerung einer selbst genutzten Wohnung auch innerhalb der zehn Jahre nicht zu einer Steuerbelastung führt.

Nun spielt das Leben manchmal einem so mit, dass man aus der selbst genutzten Wohnung bereits ausgezogen ist und diese noch kurzfristig bis zur Veräußerung vermietet hat. Hier entsteht dann die Frage, ob diese kurzfristige Vermietung zur Steuerpflicht des Verkaufs der vormals selbst genutzten Wohnung führt.

Hier hat der BFH in seinem Urteil vom 3. September 2019, veröffentlicht am 26. März 2020, entschieden, dass, wenn der Steuerpflichtige das Immobilienobjekt – zusammenhängend – im Veräußerungsjahr zumindest an einem Tag, im Vorjahr durchgehend sowie im zweiten Jahr vor der Veräußerung zumindest einen Tag lang zu eigenen Wohnzwecken genutzt hat, diese kurzfristige Vermietung unschädlich ist.

Wenn Sie also einen solchen Fall haben, ist es ratsam, sich beim Steuerberater rückzuversichern, ob die geplante Veräußerung und der dabei möglicherweise entstehende Gewinn steuerlich relevant ist oder nicht.

Berlin, den 20. April 2020

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