Definition der erstattungsfähigen Fixkosten bei Corona-Hilfen

UPDATE 08.02.2021

Die Kurzlebigkeit von Fachinformationen kann sich nirgendwo besser zeigen als bei diesem Thema mit Bezug zur Überbrückungshilfe.

Letzte Woche wurden Änderungen bekannt, die den Artikel in einem völlig anderem Licht zeigen. Danach ist es für Kleinst- und Kleinbetriebe nun möglich, eine Wahl zu treffen, welcher beihilfrechtlichen Rahmen in Anspruch genommen werden soll. Je nachdem werden dann weitere Folgen entstehen.

Bitte klären Sie das tagesaktuell mit Ihrem Steuerberater.


„Wird Überbrückungshilfe II oder III für einen Monat beantragt, muss in diesem Monat ein bilanzieller Verlust (ohne Abschreibungen) vorliegen. Die Überbrückungshilfe ist nicht höher als der Verlustbetrag. Sie ist somit auf ungedeckte Fixkosten beschränkt."

Dieser Satz ist stark verkürzt und nur die halbe Wahrheit. Allerdings reicht hier der Rahmen nicht aus, um Sie über die Berechnung der Fragestellung „ungedeckte Fixkosten" aufzuklären.

In den nun nachträglich geänderten FAQs des BMWI ist diese Beschränkung auf ungedeckte Fixkosten aufgeführt. Da diese Änderung erst seit Anfang Dezember aufgenommen wurde, könnten vor diesem Zeitpunkt gestellte Anträge unrichtig sein. Diese müssten somit gegebenenfalls im Rahmen der Schlussrechnung korrigiert und eventuell zurückgezahlt werden.

Ungedeckte Fixkosten sind die Fixkosten, die

  • Unternehmen während des beihilfefähigen Zeitraums (Überbrückungshilfe II September bis Dezember 2020 bzw. Überbrückungshilfe III Januar 2021 bis Juni 2021) entstanden sind bzw. entstehen,

  • im selben Zeitraum nicht durch den Deckungsbeitrag (die Differenz zwischen Erlösen und variablen Kosten) gedeckt sind und die

  • nicht anderweitig gedeckt sind, insbesondere durch Versicherungen oder andere Beihilfen (z. B. außerordentliche Wirtschaftshilfe, Kurzarbeitergeld).

Die aktuellen FAQs des BMWI finden Sie hier. Darin sind umfangreiche Erklärungen enthalten, für alle Fragen darüber hinaus bitten wir Sie, den Berater Ihres Vertrauens anzusprechen.

Berlin, den 08. Februar 2021

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