Preiskalkulation – eigentlich gar nicht so schwer - II


Im ersten Artikel unserer kleinen Reihe habe ich Sie auf den Weg mitgenommen, welche Erkenntnisse wir aus der derzeitigen Krise für die Zukunft entnehmen können.

Neben einer aktuellen Finanz- und Umsatzplanung empfehle ich für zukünftige Preiskalkulationen einen Risikozuschlag/Unsicherheitszuschlag/Rücklage in die Preiskalkulation mit einzubeziehen. Diese Rücklage soll es Ihnen in Zukunft ermöglichen, Krisensituationen mit einem gewissen finanziellen Polster gelassener zu meistern und das Unternehmerrisiko etwas abzumildern.

Was ich Ihnen hier nicht mit an die Hand geben kann, ist der ultimative Prozentsatz oder Betrag, den Sie in Ihre Kalkulation mit einbeziehen müssen. Denn das ist branchen-, Unternehmens- und anderweitig abhängig. Es gibt Branchen, da sind die Kunden außerordentlich preissensibel und ein Zuschlag zu dem gewohnten Preis lässt sich womöglich nicht am Markt durchsetzen.

Aber dennoch, betrachten Sie es ein wenig wie die Instandhaltungsrücklage bei einer Eigentumswohnung, wo sich die Eigentümergemeinschaft für zukünftige Erhaltungsmaßnahmen ein finanzielles Polster ansammelt, um bei der entsprechenden Fassadenrenovierung oder Instandsetzung oder der Dachreparatur nicht mit einmal tief in die Tasche greifen zu müssen.

Ob Sie das nun mit einem Prozentsatz oder einem festen Betrag einkalkulieren, hängt davon ab, ob Sie einen Stückpreis oder eine Dienstleistung erbringen. Wie viele Verkaufsvorgänge haben Sie durchschnittlich im Monat und können es entsprechend davon abhängig machen zum Beispiel.

Am einfachsten dürfte es wahrscheinlich sein, wenn Sie einen Prozentsatz X von Ihrem Unternehmerlohn, welcher selbstverständlich in der Preiskalkulation berücksichtigt worden ist, als Rücklagenzuschlag verwenden. Die Höhe des Prozentsatzes hängt wie bereits zuvor geschildert davon ab, wie Ihre Kostenstruktur ist. Erbringen Sie eine Dienstleistung und haben wenig Eingangskosten oder Fixkosten, kann der Risikozuschlag etwas geringer sein, haben Sie dagegen hohe Fixkosten und ein Betriebsstillstand belastet Sie erheblich, würde der Anteil für einen Risikozuschlag entsprechend deutlich höher ausfallen.

Wenn Sie hierbei Unterstützung benötigen, so sprechen Sie Ihren Steuerberater oder Unternehmensberater an.

Im nächsten Teil der Artikelreihe zeige ich auf, wie man aus steuerlicher Sicht mit der gewonnenen Rücklage umgehen kann.

Berlin, den 12. April 2021

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