Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen an/in zu eigenen Wohnzwecken genutztem Wohneigentum


Planen Sie energetische Baumaßnahmen an Ihrem selbstgenutzten Wohneigentum, so ist der seit dem 01.01.2020 vom Staat geförderte Steuerbonus nach § 35 c Einkommensteuergesetz für Sie vielleicht interessant.

Neu ist ab 2020 eine Steuerermäßigung für energetische Maßnahmen an/in zu eigenen Wohnzwecken genutztem Wohneigentum innerhalb der EU (auch Ferienwohnungen/-häuser im EU-Ausland), welches älter ist als 10 Jahre (§35c Einkommensteuergesetz).

Es darf sich nicht um Betriebsausgaben, Werbungskosten oder andere Sonderausgaben handeln.

Es werden energetische Sanierungsarbeiten (Leistung und Material) gefördert, die bis 31.12.2029 fertiggestellt sind. Im Wesentlichen geht es um Wärmedämmung, Erneuerung/Einbau einer Lüftungsanlage, Erneuerung/Optimierung der Heizungsanlage und den Einbau von digitalen Systemen zur energetischen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung sowie auch die Aufwendungen für die planerische Begleitung eines Energieberaters.

Die wesentlichen Eckpunkte des neuen Paragraphen 35 c des Einkommensteuergesetztes zur steuerlichen Förderung sind:

  • Gefördert werden 20 % der Aufwendungen (mehrere Projekte sind möglich) , maximal insgesamt 40 T€ je Objekt.
  • Die Förderung wird verteilt auf 3 Jahre - im 1. (Jahr der Fertigstellung) und 2. Jahr jeweils höchstens 7 %, d. h. maximal jeweils 14 T€ und im 3. Jahr 6 % der Aufwendungen maximal 12 T€.
  • Die Aufwendungen sind im Jahr der Fertigstellung der Maßnahme in der Einkommensteuererklärung in der Anlage Energetische Maßnahmen zu erklären.
  • Die Förderung erfolgt durch den Abzug von der Steuerschuld, d. h. die tarifliche Einkommensteuer vermindert sich entsprechend.
  • Bei Maßnahmenvolumina von maximal insgesamt 200 T€ ist also eine maximale Steuerermäßigung von insgesamt 40 T€ pro Objekt möglich.
  • Vom leistenden Fachunternehmen ist eine Bescheinigung nach amtlich vorgeschriebenem Muster auszustellen.
  • Bei Auftragserteilung sollten Sie mit den Handwerkern explizit besprechen, dass Sie eine derartige Bescheinigung erhalten wollen und es muss klar sein, dass das leistende Unternehmen auch berechtigt ist, eine solche Bescheinigung auszustellen.
  • Es muss eine ordnungsgemäße Rechnung erstellt werden, die unbar bezahlt werden muss.
  • Eine gleichzeitige zusätzliche Förderung nach §10f EStG (Modernisierung in Sanierungsgebieten und für Baudenkmale) oder § 35a EStG (haushaltsnahe Handwerkerleistungen) oder durch andere öffentliche Maßnahmen/Zuschüsse durch z.B. Kfw-Bank oder landeseigener Förderbanken oder Gemeinden ist ausgeschlossen.

Sollten Sie hierzu Fragen haben, wenden Sie sich an Ihren steuerlichen Berater.

Berlin, den 31. Mai 2021

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